Sonntag, 27. März 2011

WochenEnde als Anfang


Einiges los hier am Wochenende im "Ländle". Ich als Nichtschwabe hab es ja nicht so mit dem schwäbischen. Nein ich hab es schon ehr gar nicht so mit der Sprache, dem Essen und der Kehrwoche. Trotzdem ist seit gestern das Wort "Ländle" auch für mich ein wenig mehr heimatlicher geworden. Doch nun der Reihe nach.

Am Samstag haben wir uns wie viele viele andere Menschen an der Aktion Earth Hour beteiligt. Das heißt eine Stunde lang Licht aus, Kerzen an. Für mich ein ganz persönliches Highlight des Wochenendes.
Ich verstehe die Aktion als Zeichen der Hoffnung, als Zeichen der Verbundenheit mit all denen die daran glauben, das unsere Erde zu einem Ort werden kann an dem auch unsere Kindeskinder noch glücklich leben können.
Oftmals bin ich verzweifelt, wenn ich so offensichtlich ertragen muss, wie andere Menschen sorg und rücksichtslos mit unseren Ressourcen umgehen. Ich taumle oft genug zwischen Hoffnungslosigkeit und Wut. Wobei ich leider oftmals eher ein hoffnungsloser Fall bin.
Umso mehr ging es mir unter die Haut, als ich Samstag Abend 20.30 Uhr in unserer von Kerzen beleuchteten Loggia stand und in vielen Fenstern auch eine Kerze entdeckt habe. Es war plötzlich ganz klar da, dieses Wissen "Es ist mehr als ein Licht in der Dunkelheit".


Dann am Sonntag die Wahlen hier. Ich bin sprachlos, und hoffnungsfroh und plötzlich ist das "Ländle" irgendwie auch ein Stück mehr meines. Wir werden sehen wohin der Weg geht. Ich habe wieder Mut.
Ich wünsche euch eine schöne Woche, ganz viel Sonne, und Hoffnung überall wo sie benötigt wird.
Alles Liebe Martina

Kommentare:

  1. Mappus weg - Oben bleiben :-)

    Aber, liebe Martina, wer weiss was da noch alles auf uns zukommt: Plutonium-Freisetzung in Fukushima bedeutet rein gar nichts Gutes.

    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine schöne, erfolgreiche Woche.
    Dein Ralf.

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  2. ... und jetzt 3 Tage später ist es noch schlimmer :( Es war leider zu erwarten. Ich traue mich im Moment auch nicht, die Nachrichten anzuschauen. Manchmal muss ich mich auch zwingen, es nicht zu nah an mich ranzulassen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich die Geschehnisse ignorieren will, aber manchmal brauche ich einfach mal eine Auszeit von den vielen, schlechten Nachrichten.

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  3. PS: Und dann sagt eine Bekannte doch tatsächlich: "Es tut mir ja alles schrecklich leid, aber ich kann mich ja nicht um alles Sorgen machen, ich habe hier in meinem eigenen Leben selbst viele kleine Probleme..."
    Ich hätte durchdrehen können...

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  4. Wie lange lebst Du denn schon im Schwäbischen?
    Ich bin schon vor 9 Jahren (uff, die Zeit rast) weggezogen, aber als ich am Wahlabend mit meinem Vater telefoniert habe, da war ich wirklich ergriffen! Macht das beste draus!
    (und was das Heimatgefühl angeht: der unfassbar hohe Lebensstandard im Ländle ist doch auch ein nicht zu vernachlässigendes Argument?)
    Gruß aus dem Norden,
    Nike

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