Dienstag, 4. November 2014

Gustav und Ruhe im Minutentakt

Nach der schönen Ausstellung in Dornbirn bin ich noch zwischen schwebend erleichtert und bezaubert. Darunter schwingt ein wenig Überarbeitung mit.


Die Ausstellung war der Hammer. Ich bin garnicht sicher ob es die schöne Landschaft, die besten Mitaussteller oder einfach die lässigen, großartigen, wundervollen Leute vom Vorarlberg sind die es zu einem Erlebnis machen dort ausstellen zu können.
Es ist warscheinlich die perfekte Mischung aus allem.


Hier im Altbau No. 15 ist es derweil ruhig. Ich bin so froh und mehr als dankbar das Jörg unser Leben hier am Laufen hält. Wäsche wäscht, Brot kauft und mich ermutigt bestärkt, mich liebt. Einfach so und sogar in in alten Jogginghosen .
Das ist ein unfassbares Glück und eine Kraft ohne die ich das alles nicht machen könnte. Keine Werkstatt mit Laden in der ich täglich min. 8 Stunden bin, keine Ausstellungen, kein Schmuck udn nebenher noch lässig dekorieren - nix.
Warscheinlich wäre ich auch noch eine grottenschlechte Hausfrau. Die Liebe aber hält mich, trägt mich und lässt mich lieben.
Es gibt keine Worte die das beschreiben die nicht schon mal von jemandem gesagt wurden, der besser schreiben kann als ich aber ich glaube ihr versteht genau was ich meine.

Am Wochenende konnte ich dann endlich mal Ausschlafen, ausschlafen und ausschlafen. Das war neben der Sonne und meiner Familie um mich, das Beste.

Doch nun geht es wieder auf in die neuen Woche. Bis Weihnachten geht es jetzt unsteht und hektisch weiter.
Es müssen noch ganz dringen Flyer entworfen und gedruckt werden, viele (und damit meine ich viele) Auftragstüten fertig werden, neue Kurse geplant, endlich mal die Terasse vor dem Laden wieder belebt, zwei Ausstellungen vorbereitet, Schmuck gebaut, Plätzchen gebacken, Geburtstags und Weihnachtsgeschenke besort werden, Adventskalender gebastelt ...... und am wichtigsten meinem Mann gesagt werden das er der großartigste, besonderste Mensch für mich ist.  (und das am besten jeden Tag, immer, andauernd weil es wirklich so ist)






Ach ja und die   Kinder ,mh ach ja kitzeln ;)

Alles Liebe Martina

Montag, 20. Oktober 2014

Der Herbstmops dieser Scheißer

Es kommt mir so vor als hat der Sommer die Zeit mit sich genommen.  Die Minuten rinnen durch meine Finger wie es der warme Sand am Meer es eigentlich tun sollte.

Das morgentlichen Aufstehn im dunkeln ist für mich genauso schlimm als ob mich jemand mit einem eiskalten Waschlappen wecken würde. Nur leider ohne den hellwach Effekt. Ich bewundere meine Kinder das sie es jeden Tag trotzdem pünktlich zur Schule schaffen.

Überhaupt mit dem Sommer geht mir auch immer ein Stück der Leichtigkeit flöten und stattdessen möchte sich ein fetter gemeiner Mops namens Melancholie ins schon gemachte Stimmungsnest setzen. Is ja jetzt Platz dadrin sozusagen.

Und ja es kostet mich wirklich Kraft dem blöden Mops den Weg zu verstellen und ihm die letzten Sonnestrahlen und die Farben der Bäume um die Ohren zu knallen.
Da sieh du Schuft, noch ist es nicht zu spät, nimm das und dies und so weiter und so fort...









In der Werkstatt dagegen schwebe ich jetzt gerade zwischen den Dingen. Neue Schmuckstücke entstehen aus der inneren Kraft, diesem Akku das der Sommer mir unter die Haut, mitten ins Herz gepflanzt hat.

Wir sind nächste Woche schon wieder unterwegs. Dornbirn. Ich habe schon mal davon geschrieben. Vom Land der lässigen lieben Leute im Vorarlberg.
Natürlich möchte ich, weil die Leute  dort so besonders sind, mit einem schönen Messestand, mit schönem Schmuck, toller Deko
(welche Blumen vielleicht Alpenveilchen die sind so schön altmodisch und irgendwie robust wunderbar)
und  am besten ohne Pickel  auf der Nase oder sonstiger promineter Stelle eine gute Zeit haben.

Das wäre dann schon was. So ein kleiner Minisommer mitten Herbst.

Also bei aller Herbstmelancholie vergesst ihn nicht, den Minisommer den ihr euch selber machen könnt.  Er ist ja da, in euch. Auch wenn da manchmal einfach der fette Mops draufsitzt. Wenigstens hält er ihn dann  schön warm.
Alles Liebe Martina 


Montag, 6. Oktober 2014

Goldschmiedekurs in der Toskana 3.1 Fortsetzung folgt













Was soll ich sagen es war einfach wunderbar. Momente die sich in die Erinnerung einbrennen und die man nicht gegen Gold aufwiegen kann. Eine schöne Metapher für einen Goldschmiedekurs. #

Jedoch war es auch irgendwie mehr als das. Angefangen beim singenden Koch der uns die Leckerste Pizza der Welt gebacken hat, über meine Kursteilnehmer. Jeden einzelnen habe ich mal ganz schön in Herz geschlossen. Isa und Oli als Glücklichmacher, Goldschmiede und nicht wegzudenkende Hilfe. Ohne die beiden wäre mal so garnichts gegangen (ich hatte ja nicht mal einen Führerschein dabei - wie immer alles so im Griff die Frau Runge ;))

Die Schmuckstücke sind wunderschön geworden und handwerklich perfekt. Ein Anspruch den ich auch in einem Umfeld nicht ablegen kann das eigentlich sonst keine Goldschmiedewerkstatt ist.
Von der Landschaft will ich erst garnicht anfangen. Alles was ich jetzt schreiben könnte wäre emotional ziemlich überblendet. Soviel zumindest am Rande. Die Lebenskultur der Italiender macht es einem schon ganz schön leicht dort glücklich zu sein.
Ach könntet ihr doch alle mal dabei sein ihr würdet mich so verstehen. 

Heute wird ausgepackt, sortiert, Werkzeug geputzt und ab morgen geht es wieder los das normale leben. aber den Hauch von Dolce Vita den ich mit hergeschleppt habe , in jeder Pore den hab ich noch eine ganze Weile für mich. 
 Alles Liebe Martina 

Ps : Die bilder hat diesmal ein Ganz lieber Freund gemacht) Danke Ralf

Dienstag, 23. September 2014

Der Schlüssel zum Glück




 Neulich ist es passiert. Unverhofft ist mir eine Geburstagseinladung zu einem 50. Geburtstag ist Haus geflattert. Damit meine ich nicht eine Einladung auf die ich auch mitgehen darf nein, eine Einladung für mich. 
 Während ich, bedingt durch meine Wohnsituation (in einem Haus voller WGs) mich mit 36 ziemlich zuhause fühle auf WG Partys war es wohl mal mehr als fällig.  Ich gebe zu ich war ein wenig aufgeregt. Wie feiert man mit 50? Ich habe da noch ganz weit in meiner Erinnnerung die Feste meiner Großeltern auf denen es keine Musik und dafür umsomehr Häppchen gab. Auch schön aber irgendwie doch ein ganz wenig staubig.
Doch echt- ganz im Ernst noch nie im Leben hat mich die Erkenntnis, das es wunderschön ist, 50 zu werden so getroffen wie am Samstag. Es wurde getanzt und Gelacht, gegessen und gesungen. 
Die Lust am Leben war so sehr zu sehen. Selten habe ich eine schönere, strahlende, kraftvolle Frau gesehen. 
Niemals hätte man gedacht das wir nicht gerade einen 40 feiern. 
 Liebe Claudia du bist eine der wenigen Frauen die ich kenne die IMMER wunderschön ist. Damit meine ich nicht nur das äußerliche Wunderschön (was in deinem Fall aber auch zu 100% zutrifft) sondern das was du ausstrahlst. Du bist das pure Leben, und du bist so sehr geliebt. 
Stilsicher, immer passend gekleidet, bezaubernd, bodenständig und frei zu gleich. Ein Vorbild. Wenn ich 50 werde würde ich auch gern ... ;)
 
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen das deine Reise noch lange weitergeht. Die ersten fünfzig Jahre sahen sehr vielversprechend aus und machen Lust auf mehr. 

Wir sehen uns nächste Woche in Italien und ich freue mich schon heute darauf dein O Sole Miod Duett zu hören.

Alles Liebe Martina



Mittwoch, 10. September 2014

neue Wege

Am letzten Wochenende waren wir auf einer der schönsten Hochzeiten auf der ich jemals Gast sein durfte. Tief im Herzen des Münsterlandes auf einem Bauernhof. w
Es war nicht nur der Ort der besonders war, auch die Atmosphäre. Von Schlafen im Heu bis hin zu einer wunderschönen Zeremonie auf einer riesigen Wiese stimmte alles. Weit weg von Schicki Micki und unnützem Drum rum ging es nur darum zusammenzusein und eine gute Zeit zu haben. Jeder von uns hat sich sehr geliebt gefühlt.






Wir haben getanzt und gefeiert was das Zeug hält und bis spät in die Nacht am Feuer geredet. Es war großartig.

So randvoll mit Glückshormonen bin ich dann auch in die Woche gestartet, Isabel in Ihre Lehrzeit.  Ich empfinde es als große Aufgabe, als Segen als eine so große Bereicherung.

Klar ich muß ja auch die Sägeübungen nicht machen sondern darf nur sagen gut oder nicht so gut. Doch was mich so glücklich macht ist die innere Gewissheit das das drei großartige Jahre werden. Isabel ist ein wirklich guter Mensch, sie macht es einem verdammt einfach sie zu mögen und das ist so wichtig in einem so kleinen Laden wie der meiner Goldschmiede.- Sich mögen, um gut miteinander zu arbeiten.


Das Wetter macht mir den Hof und wärmt mir noch einmal die Sockenlosen Füße. Da war auch der erste Kürbis garnicht schlimm dieses Jahr.

Alles Liebe Martina

Donnerstag, 28. August 2014

Denn man tau!

Die ersten Tage nach dem Urlaub sind ganz schön heftig angelaufen.
 Ich sitze am Werktisch und ich bin so schneckenlangsam das es ein Graus ist. Heute morgen nach dem Schwimmen bin ich total motiviert gewesen. Ein Ring nach dem anderen die Serie steht- und nun ... Pustekuchen. Ich hab den ganzen Tag mit einem Ring und der dazugehörigen Fassung verbracht. Ok die ist nicht einfach und er Ring wird toll aaaaaber   ... Ich habe mir mehr erhofft.



Mano und ich hab schon wieder das Gefühl die Zeit wird knapp.  Oft steht mir mein eigener Anspruch im Weg. Ertappe ich mich hin und wieder dabei das Stück nochmal auseinander zu bauen weil es nicht ganz perfekt war.

Neue Projekte stehen ins Haus. Neue Messen In Stuttgart und Dornbirn. Ich freue mich schon sehr darauf doch will ich gerade für diese Ausstellungen auch tollen Schmuck dabei haben.



Man kann es nicht erzwingen. Das ist die Kehrseite an einem kreativen Beruf. Sich die Freiheit zu nehmen, zeit zu finden etwas entstehen zu lassen, daran hapert es mir gerade.
Ich habe 1000 Projekte in meinem Kopf, 1000 Dinge die es zu erledigen gilt.



Ende September fahre ich für eine Woche in die Toskana. Meine kleine Werkstatt zieht für eine Woche mit Sack und Pack in ein wunderschönes Italienisches Landhaus um dort einen Goldschmiedekurs der ganz ganz besonderen Art zu geben. Es gibt übrigens überraschender weise noch ein freies Zimmer. Falls wer Lust und Zeit hat! Vom 27.9.-4.10. hier ;)
Auf diese Reise freue ich mich sehr nicht zuletzt weil dort zu arbeiten ein so unbeschreibliches Glück ist, das ich jedes Mal aufs neue berauscht bin.
Ich hoffe das ich dort ein wenig zur Ruhe finde dir mir gerade so fehlt.



Dann beginnt eine neue Auszubildende in zwei Wochen ihr Lehre bei mir. Ich freue mich sehr und bin aufgeregt wie Bolle. Noch nie habe ich eine Goldschmiedin direkt vom ersten Lehrjahr an ausgebildet. Bisher kamen alle erst im dritten Ausbildungsjahr zu mir. (vorher gehen Goldschmiede auf eine zwei jährige Vollzeitschule). Ich empfinde es als Bereicherung und ein bisschen auch als Abenteuer. Wir werden sehen.



So -  ihr seht die See ist stürmich zur Zeit und ich muß meine Nußschalenwelt ganz schön fest halten. Aber auch die Gischt  in meinem Gesicht hat etwas Gutes. Ich spüre ganz deutlich das ich Lebe und   das fühlt sich verdammt gut an.  
Denn man tau !



Alles Liebe Martina


Dienstag, 19. August 2014

Lang lang ist es her und doch...ich bin da.

Nach einer gefühlten Unendlichkeit komme ich endlich mal wieder dazu einen Post zu schreiben. der Sommer mach gerade ein Minipäuschen und ich sitze hier mit Socken und Leggins. Unglaublich.
Wir haben Ferien hier in Baden Württemberg und ich lasse mich gemeinsam mit meiner Familie treiben.
Die letzten Wochen waren wir in Hamburg, Berlin und in Thüringen. Jeder einzelne Ort ein besonderer.

Hamburg - naja ich sage es trotz das ich mich wohl wiederhole. Ich liebe es sehr. Die Elbe lässt alles ein wenig entspannter wirken. Ich fühle mich dort frei und geborgen. An jeder Ecke etwas was mir gut gefällt, sei es ein Kaffee, ein Blumenladen, eine Elbe oder Alster- alles toll.







Berlin ist zwar unsere Hauptstadt und ich kenne viele die Berlin als den Nabel der Welt ansehen. Für mich war Berlin vorallem eins - laut. Sicherlich lag es auch daran das wir uns fast nur in Mitte aufgehalten haben. Müsste ich mich entscheiden, meine Wahl wäre klar.
Trotzdem die Fülle an Streetart,  von El Bocho bis Evol. Alle da und alle toll. Es beindruckt mich wie Kunst hier scheinbar auf der Straße entsteht. leicht, locker, ein wenig rotznäsig. So ist wohl Berlin für mich am treffensten zu erklären.









Thüringen ist meine Heimat und gerade nach den tagen in zwei so großen Städten ist es eine Wohltat durch einen magischen Wald zu streifen, Moos unter den Füßen zu fühlen. Nebel und Sonne die sich in den hohen Fichten Bahn brechen. Das beste aber ist nachhause zu kommen, wo jemand auf dich wartet der dich liebt, die einen Kaffee hinstellt und dich anlächelt. Einfach so weil es schon immer so ist und weil es nicht auf der Welt gibt was das ändern könnte . Das perfekte Zuhausegefühl auch wenn man schon 36 ist und eigene Kinder hat.
Danke Mama und Papa. Schön das es euch gibt.






Von den vielen neuen Terminen und den vielen Neuigkeiten die es in der Hofgoldschmiede gibt erzähle ich ein im nächsten Post und der lässt ganz sicher nicht so lange auf sich warten.

Alles Liebe Martina