Montag, 8. August 2016

Liebesbriefe Langeoog - Familie






Ich stehe am Meer und kann es nicht fassen. Hier kommt alles zusammen, Glück das so groß ist, dass man nicht weiß wohin damit, Liebe die so mächtig ist, dass man warm ist von innen und außen und Ruhe das man so sehr wie an keinem anderen Ort der Welt nur sich selber atmen hört.

Ich stehe am Meer und bete dich an  meine Insel. Dein Sand ist in meinem Taschen willkommen, Deine Schwalben begleiten mein Fahrrad auf dem Weg am Deich, wie Delfine volle Touriboote in Portugal.
Dein Wind schiebt mich oder bremst mich. Du weißt es immer besser als ich . Du zeigst dich mir von allen Seiten wie eine Königin, jeden Tag ein anderes Kleid jeden Tag voller Stolz und Würde und Stil.

Ich stehe am Meer und bin demütig und voller Respekt. Ich bin voller Hingabe weil ich hier bin.
Ich bin voller Freude und ich finde kein Wort das schöner ist als Langeoog um den Perfekten Ort für mich zu beschreiben.

Ich stehe am Meer und vermisse dich so sehr das es mir wehtut, überall. Ich vermisse deine Wärme, deine Liebe.  Ich vermisse es deine Hand zu halten. Ich vermisse es mit dir zu lachen und mit dir hier zu stehen am Meer.

Du bist mein Heimathafen auch wenn uns gerade ein ganzes Land trennt. Du bist mein menschgewordenes Zuhause. Du bist meine Liebe. Du bist mein Mann.

Ich stehe am Meer und wünschte mir so euch zu sehen, mit mir am Strand. Ich vermisse eure Schönheit und Klugheit euer Witze und euer Leuchten.
Ich seid mein Leuchttum in jeder Situation und mein Leuchtfeuer. Ihr seid meine Kinder und meine Tiefe Liebeserklärung ans Leben.

Ich bin so dankbar das ich das alles erleben darf, ich bin dankbar für die Menschen hier die es einem so einfach machen sie zu mögen.
Ich bin dankbar für so viele Dinge hier und für jeden Tag den ich hier noch habe und jeden Tag der mich näher an meine Familie bringt.

Mein Herz schlägt so laut, ich übertöne das rauschen des Meeres.

Alles Liebe Martina













Montag, 11. Juli 2016

Langeoog, Seemannsgarn und ein ungezähmtes Herz























"Diese eine Liebe wird nie zuende gehn, wann werd ich sie wiiiiedersehn..." Die Ärzte haben es schon gewust. Ja auch ich habe diese unendliche Liebe und ich sitze nun hier und fühle den Wind auf meiner Haut, das Salz auf den Lippen. Meine Haare machen hier was sie wollen und vor allem wollen sie sonnenblond sein. Ok kann ich mit leben.

Unterdessen sichte ich Bilder von unserem letzen Fotoshooting. Meine neue Serie Seemannsganrn steht nun in den Startlöchern.
Eine Serie die wie keine andere meine Liebe zur See und zum Norden beschreibt. Die melancholische Romantik der Seefahrer und das schwere Tagwerk.
Ringe und Ketten aus Tau. Gold und Silber zu Seilen geschlagen wie es Seefahrer schon seit hunderten Jahren mit Hanf tun.
Und darin eingesponnen die Geschichten von Sturm und der Liebe im Hafen, von der Sehnsucht, der Freiheit...
Das alles kenn ich ja auch sehr gut.
Auch ich habe eine große Liebe einen Heimathafen, einen kleinen Ort an dem ich mich geschützt fühle. Dieser Ort ist meine Goldschmiede, mein Mikrokosmos der sich wie ein Mantel der Geborgenheit um mich legt.
Und dann wenn es dort ruhig und warm und zuhause ist, höre ich mein unruhiges Herz schlagen das mich in den Norden, an diese, meine Küste zieht. Auf diese Insel die völlig schutzlos daliegt seit Jahrtausenden den Gezeiten ausgeliefert.
Nun sitze ich an ebend diesem Strand und sehe die Bilder an, die hier vor ein paar Wochen entstanden sind und ich bin so glücklich und froh das ich das alles haben kann. Das ich nicht hadern muss, das ich das Gute zulassen kann. Das ich lieben kann wen ich möchte und was ich möchte. Das ich geliebt werde und das ich das zulassen kann.
Mit diesem Gefühl arbeite ich weiter an meinem Schmuck und an dieser Serie , an meinem persönlichen Seemannsgarn.
Ich möchte diesen Faden in schönen Farben spinnen und ja, ich habe es bei einem Taumacher gelernt. "Du hast alle Fäden selbst in der Hand."

Diese Fotos wären nicht entstanden ohne Menschen die diese Liebe mit mir teilen und an mich glauben.
Ich möchte euch umarmen und lieben und nochmal umarmen.
Danke an meine liebste Rebecca Conte. Die Fotografin, eigentlich ist jedes Wort zu wenig um zu beschreiben was ich für Sie empfinde. Danke
Danke an Jessica Kaser. Sie ist die beschdde Make up und Haarfee der ganzen schwäbischen Hemisphäre. Ich hab mir einen Stein ins Brett gefreut, das ich sie in den Norden verschleppen durfte.
Ganz ehrlich ... Die tut was für dich. So schön und wundervoll. Danke
Danke an Feinstens. Das Kleid was wir fotographiert haben hat uns alle ein wenig sprachlos gemacht und ich habe mein Model so darum beneidet es tragen zu dürfen und ich könnte noch 10 andere finden in denen ich ohne zu zucken nochmal heiraten würde. Danke
Danke an Sina Fischer. Dieses Kleid kam so unaufgeregt und so selbstsicher daher. Unser Model wollte es garnicht mehr ausziehen. Ich konnte sie sehr gut verstehen. Jedes ihrer Kleider unterstreicht die Schönheit der Frau auf so atemberaubend, geheimnisvoll leichte Art und Weise.
Das ist Magie. Danke

Und dann sind da noch Vivi und Gina die beiden Models die noch nie gemodelt haben und die auf dieser Insel leben und die mir einfach vertraut haben das es gut wird. Das ist schon so ein Geschenk. Ich bin immer noch sprachlos und glücklich. Danke
Nun fängt es hier an zu stürmen und zu regnen. Ja das ist hier im Sommer so und ja ich liebe es. Ich packe meinen Laptop und fahre mit meinem Hollandrad in mein Zuhause auf Zeit. Ich fahre barfuss--- weil ich es kann und weil ich es liebe und weil es gut ist Dinge zu lieben.

In diesem Sinne passt auf euch auf bis ganz bald. Ich schreibe euch.

Alles liebe Martina

















Montag, 20. Juni 2016

Langeoog (m)eine geographische große Liebe




Im Juli und August arbeite ich wie auch schon im letzten Jahr auf Langeoog ohne Kinder ohne Mann. Acht Wochen!!!
Ja ich werde sie vermissen wie verrückt, ja ich habe mir das gut überlegt. Ja die Liebe zur Nordsee und den Menschen im Norden lässt mich trotzdem diese Reise machen.
Die Arbeit als Berufung im Gepäck und dieses unbändig schlagende Herz in meiner Brust sehen dieses temporäre Jobangebot als Geschenk.

Ich bin ab Juli in der Goldschmiede "Schmucklust " auf Langeoog zu finden. Meine bisherigen Lebensentscheidungen sind so sehr mit dieser Werkstatt und ihrer Besitzerin verknüpft das es mir immer wie eine logische Konsequenz vorkommt zurückzukehren.
Ohne Susanne und Peer (die Besitzer der Schmucklust) wäre ich weder mit dem Mann meines Lebens verheiratet noch würde ich hier in Ludwigsburg eine eigene Goldschmiede haben. Ich kenne kaum Menschen die großmütiger, liebevoller und menschlicher sind als diese beiden. Ich liebe diese  Menschen aus ganzem Herzen.

Meine Kreativität wird am Meer beflügelt und ich freue mich schon darauf neues zu schaffen, Geschichten in Schmuck.

Meine kleine Hofgoldschmiede schläft im Sommer immer ein wenig den Sommerschlaf, bleibt aber diesmal trotzdem geöffnet. Daher ist der Saisonjob natürlich sehr sehr willkommen.
Vielleicht möchte der ein oder andere doch vorbei kommen, Isa und Anja sind auf jedenfall da, freuen sich über und auf euch und auch ich werde einen Tag in jeder Woche für die Hofgoldschmiede Schmuck herstellen.Auch hier sein ihr natürlich so herzlich willkommen wie immer.

Ich freue mich auf den Sommer und ich bin gespannt auf das was ich über mich lerne. Über die Arbeit über das ohne Familie sein, über das vermissen und über die Kraft der Freude.
Ich werde es euch berichten.

Bis dahin passt auf euch auf. Alles Liebe Martina









Montag, 30. Mai 2016

Herz und Hirn geurlaubt...




Einmal Südfrankreich und zurück.
Es war fantastisch.
Es war ein Abenteuer. Wir haben so gut gegessen, so gut gelebt, so gute Zeit verbracht. 
Das Wort Urlaub kommt ja von erlauben aber in unserem Fall hätte es auch gern auf Urwald zurückgehen können. Wir haben uns fallen lassen in den Sommer. 

Ich war wirklich angespannt vor diesem Urlaub. Zuviel von allem nur zu wenig Zeit. Den Druck hab ich mir wunderbar selber gemacht. An der ein oder anderen Stelle hab ich auf diesem Blog ja schon davon geschrieben.
Das Abschalten ging dann doch ziemlich schnell. Der laue Fahrtwind, jede Straße ins Glück.
Wir sind gestandet nicht am Strand sondern in den Cevennen. 
Ich habe Kirschen beim rot werden beobachtet und am letzten Tag aus diesen Marmelade gekocht. 
Ich lag völlig ohne Termine in der Hängematte oder hab mich den Fluss runter treiben lassen.  Ich habe jeden Tag von morgens bis abends meine Familie genossen. Jede Sekunde.
Ich brauche so wenig zum glücklich sein. Selbst der obligatorische Urlaubsregentag oder die Autotür einfach mal nicht zu ging (während der Fahrt!) waren  Erlebnisse die mit einer Ruhe daher kamen das es noch ganz lang und sanft in meinen Adern nachdauert.

In der Goldschmiede ist es wunderschön und ich kann das jetzt auch wieder sehen und so freue ich mich morgen wieder da zu sein. 
Morgen freue ich mich auf meine Hofgoldschmiedinnen Isa und Anja und auf ein Brautpaar.
Es wird neue Kurstermine geben. 

Schon in vier Wochen starte ich dann Richtung Norden. Ostfriesland,  Langeoog... ich schreiben euch dazu noch einen extra Post.

Bis dahin genießt das Leben.
Alles Liebe Martina