Donnerstag, 8. Januar 2015

Am besten ist das Gute

Mein Arbeitsweg auf dem Fahrrad führt mich morgens immer mitten durch den Schulcampus meiner Kinder. Ich bleibe dann oft kurz eine Weile mitten auf dem Weg stehn und bestaunde die Fenster, die gerade jetzt, da es morgens noch immer dunkel ist schön hell erleuchtet sind.

Hinter jedem Fenster das gleiche Bild. Köpfe von Schülern und Torsi vom Lehren die an der Tafel oder dem Smartboard stehen. Inhalte vermitteln, Zahlen ermitteln...

So ähnlich wie ein Adventskalnder bei dem alle Türchen schon auf sind.

Heute morgen  war da dieser Gedanke der sich bei genauerm hinsehen doch er nicht so gut anfühlt.
Ich dachte ernsthaft. " Da sind sie nun all diese Lehrer (stellvertretend für viele andere) und machen aus unseren Kindern die Besten."

Scheiße --- Die Besten. Ich will garnicht das meine Kinder die Besten sind. Macht es heutzutage nicht einfach viel mehr Sinn die Guten zu machen. Ist das nicht die wirkliche Herausforderung. Was bringt uns der, der am besten Geschichtszahlen aufsagen kann, der Beste im Binomische Formeln ausrechnen, der Beste in der Buchpräsentation, in der Selbstpräsentation?

Die Guten sind so viel wichtiger als die Besten, gerade heutzutage.

Die Guten sind die die Toleranz kennen, die Mitgefühl haben. Die Guten sind die die Argumente finden und nicht Waffen bauen, die Respekt haben und Feingefühl alles zur Rechten Zeit einzusetzen.

Im Moment brauchen wir ganz schön viele Gute. Beste gibt es sowieso immer nur ganz wenige.

Ich für meineTeil versuche nur in diesem einen Punkt mein allerbestes- Ein guter Mensch zu sein.
Ich versuche das an meine Kinder, an Freunde, an Menschen um mich herum weiterzugeben.

Das wäre doch schon was. Mal einen Tag nicht diesem wahnwitzigen Versuch hinterherhecheln das Beste zu werden, oder gar daran zu Glauben das man Besser ist als andere.
Das wäre wirklich mal was Gutes.

Alles Liebe Martina


Dienstag, 23. Dezember 2014

Machs Gut 2014 war schön mit dir...













So am Ende des Jahres häufen sich hier auf allen Blogs die Jahresrückblicke. Alle zieht sich in den Inneren Kreis der Familien zurück. Das ist auch bei mir nicht anders.  Heute am letzten Tag an dem die Hofgoldschmiede geöffnet hat wird es mal Zeit  den Werktisch zu Putzen und sich zu erinnern wie es so war das Jahr 2014. 
Es war in jedem Fall voll.  Voll toll

Es sind nicht nur die Daten und markanten Geschehnisse die ein Jahr schön oder schlecht machen. Es sind all die Dinge die passieren und an die wir uns erinnern wenn wir nicht mehr wissen in welchen Jahr das genau war. Es ist das ganzen Emotionle Hoch und runter was es wirklich spannend macht das Jahr. 

Hier mal meine persönliche Hoch und Tiefliste des Jahres:

Tief  s
 mhhhhhhhhhhhhhhhh

Schlafmangel und der innere Kampf vor Messen
die ewige Sehnsucht mehr Zeit mit meinen Kindern zu verbringen
das Ende des Sommers
kalte Füße
zuviel Schokolade auf der Hüfte

Hoch s 
und das ist ganz leicht

Meine Kinder, mein Mann, meine Familie
die besten Freunde der Welt die auch wenn ich so selten zeit habe immer für mich da sind
die Tollste und einzigste wunderbarste Isa als neuer Teil der Hofgoldschmiede
Sommer
genau drei Tage am Meer
Schokolade (scheiß auf die Hüfte)
die vielen lieben Kunden und ihre Geschichten
das Glück das meine Arbeit meine Berufung ist
unsere Katzen
das Medallion das ich für Claudia machen durfte
wählen gehen und die Wahl haben
unser Hof und unsere Haus WG
Dienstagsessen
Blumen
meine Adventsausstellung
die neue Kollektion und die damit kommenden Projekte für 2015
das Freibad im Sommer (ein ganz ganz großes Glück)
neue Möbel im Laden

Alles in allem ein ganz schön gutes Jahr das da geht. 2015 streng dich an du trittst in große Fußstapfen.

Alles Liebe Martina











Donnerstag, 4. Dezember 2014

das pralle Leben

Es ist eine gefühlte Ewigkeit her seit dem letzten Post. Gott sei Dank verdiene ich mein Geld nicht damit, wir würden verhungern. Derweil geht es hier im waren Leben prall zu. Das pralle Leben - will man ja immer und wenn es dann da ist, will man ins Bett. Fast schon als übers Wetter zu meckern. Das nutzt auch nix daher wird einfach das pralle Leben so prall angenommen wie es sich gehört.
Nach der Adventsausstellung hier im Laden folgt in riesen Schritten noch eine Messe. die Dekumo in Stuttgart. Morgen geht es los. Heute haben wir aufgebaut, Schmuck verpackt und den Laden wie üblich dabei verwüstet. Da sollte ich nächstes Jahr unbedingt dran arbeiten. Ich freue mich auf die kommenden prallen Tage. Sie bringen eine Ahnung von Vollen Stunden, vielen Menschen, Müdigkeit aber auch großen Spaß. Das pralle Leben wäre ja auch nicht das pralle Leben wenn es mittendrin aufhört. Vielleicht sehen wir uns ich würde mich freuen ansonsten bis bald.
Alles Liebe Martina

Dienstag, 4. November 2014

Gustav und Ruhe im Minutentakt

Nach der schönen Ausstellung in Dornbirn bin ich noch zwischen schwebend erleichtert und bezaubert. Darunter schwingt ein wenig Überarbeitung mit.


Die Ausstellung war der Hammer. Ich bin garnicht sicher ob es die schöne Landschaft, die besten Mitaussteller oder einfach die lässigen, großartigen, wundervollen Leute vom Vorarlberg sind die es zu einem Erlebnis machen dort ausstellen zu können.
Es ist warscheinlich die perfekte Mischung aus allem.


Hier im Altbau No. 15 ist es derweil ruhig. Ich bin so froh und mehr als dankbar das Jörg unser Leben hier am Laufen hält. Wäsche wäscht, Brot kauft und mich ermutigt bestärkt, mich liebt. Einfach so und sogar in in alten Jogginghosen .
Das ist ein unfassbares Glück und eine Kraft ohne die ich das alles nicht machen könnte. Keine Werkstatt mit Laden in der ich täglich min. 8 Stunden bin, keine Ausstellungen, kein Schmuck udn nebenher noch lässig dekorieren - nix.
Warscheinlich wäre ich auch noch eine grottenschlechte Hausfrau. Die Liebe aber hält mich, trägt mich und lässt mich lieben.
Es gibt keine Worte die das beschreiben die nicht schon mal von jemandem gesagt wurden, der besser schreiben kann als ich aber ich glaube ihr versteht genau was ich meine.

Am Wochenende konnte ich dann endlich mal Ausschlafen, ausschlafen und ausschlafen. Das war neben der Sonne und meiner Familie um mich, das Beste.

Doch nun geht es wieder auf in die neuen Woche. Bis Weihnachten geht es jetzt unsteht und hektisch weiter.
Es müssen noch ganz dringen Flyer entworfen und gedruckt werden, viele (und damit meine ich viele) Auftragstüten fertig werden, neue Kurse geplant, endlich mal die Terasse vor dem Laden wieder belebt, zwei Ausstellungen vorbereitet, Schmuck gebaut, Plätzchen gebacken, Geburtstags und Weihnachtsgeschenke besort werden, Adventskalender gebastelt ...... und am wichtigsten meinem Mann gesagt werden das er der großartigste, besonderste Mensch für mich ist.  (und das am besten jeden Tag, immer, andauernd weil es wirklich so ist)






Ach ja und die   Kinder ,mh ach ja kitzeln ;)

Alles Liebe Martina

Montag, 20. Oktober 2014

Der Herbstmops dieser Scheißer

Es kommt mir so vor als hat der Sommer die Zeit mit sich genommen.  Die Minuten rinnen durch meine Finger wie es der warme Sand am Meer es eigentlich tun sollte.

Das morgentlichen Aufstehn im dunkeln ist für mich genauso schlimm als ob mich jemand mit einem eiskalten Waschlappen wecken würde. Nur leider ohne den hellwach Effekt. Ich bewundere meine Kinder das sie es jeden Tag trotzdem pünktlich zur Schule schaffen.

Überhaupt mit dem Sommer geht mir auch immer ein Stück der Leichtigkeit flöten und stattdessen möchte sich ein fetter gemeiner Mops namens Melancholie ins schon gemachte Stimmungsnest setzen. Is ja jetzt Platz dadrin sozusagen.

Und ja es kostet mich wirklich Kraft dem blöden Mops den Weg zu verstellen und ihm die letzten Sonnestrahlen und die Farben der Bäume um die Ohren zu knallen.
Da sieh du Schuft, noch ist es nicht zu spät, nimm das und dies und so weiter und so fort...









In der Werkstatt dagegen schwebe ich jetzt gerade zwischen den Dingen. Neue Schmuckstücke entstehen aus der inneren Kraft, diesem Akku das der Sommer mir unter die Haut, mitten ins Herz gepflanzt hat.

Wir sind nächste Woche schon wieder unterwegs. Dornbirn. Ich habe schon mal davon geschrieben. Vom Land der lässigen lieben Leute im Vorarlberg.
Natürlich möchte ich, weil die Leute  dort so besonders sind, mit einem schönen Messestand, mit schönem Schmuck, toller Deko
(welche Blumen vielleicht Alpenveilchen die sind so schön altmodisch und irgendwie robust wunderbar)
und  am besten ohne Pickel  auf der Nase oder sonstiger promineter Stelle eine gute Zeit haben.

Das wäre dann schon was. So ein kleiner Minisommer mitten Herbst.

Also bei aller Herbstmelancholie vergesst ihn nicht, den Minisommer den ihr euch selber machen könnt.  Er ist ja da, in euch. Auch wenn da manchmal einfach der fette Mops draufsitzt. Wenigstens hält er ihn dann  schön warm.
Alles Liebe Martina 


Montag, 6. Oktober 2014

Goldschmiedekurs in der Toskana 3.1 Fortsetzung folgt













Was soll ich sagen es war einfach wunderbar. Momente die sich in die Erinnerung einbrennen und die man nicht gegen Gold aufwiegen kann. Eine schöne Metapher für einen Goldschmiedekurs. #

Jedoch war es auch irgendwie mehr als das. Angefangen beim singenden Koch der uns die Leckerste Pizza der Welt gebacken hat, über meine Kursteilnehmer. Jeden einzelnen habe ich mal ganz schön in Herz geschlossen. Isa und Oli als Glücklichmacher, Goldschmiede und nicht wegzudenkende Hilfe. Ohne die beiden wäre mal so garnichts gegangen (ich hatte ja nicht mal einen Führerschein dabei - wie immer alles so im Griff die Frau Runge ;))

Die Schmuckstücke sind wunderschön geworden und handwerklich perfekt. Ein Anspruch den ich auch in einem Umfeld nicht ablegen kann das eigentlich sonst keine Goldschmiedewerkstatt ist.
Von der Landschaft will ich erst garnicht anfangen. Alles was ich jetzt schreiben könnte wäre emotional ziemlich überblendet. Soviel zumindest am Rande. Die Lebenskultur der Italiender macht es einem schon ganz schön leicht dort glücklich zu sein.
Ach könntet ihr doch alle mal dabei sein ihr würdet mich so verstehen. 

Heute wird ausgepackt, sortiert, Werkzeug geputzt und ab morgen geht es wieder los das normale leben. aber den Hauch von Dolce Vita den ich mit hergeschleppt habe , in jeder Pore den hab ich noch eine ganze Weile für mich. 
 Alles Liebe Martina 

Ps : Die bilder hat diesmal ein Ganz lieber Freund gemacht) Danke Ralf

Dienstag, 23. September 2014

Der Schlüssel zum Glück




 Neulich ist es passiert. Unverhofft ist mir eine Geburstagseinladung zu einem 50. Geburtstag ist Haus geflattert. Damit meine ich nicht eine Einladung auf die ich auch mitgehen darf nein, eine Einladung für mich. 
 Während ich, bedingt durch meine Wohnsituation (in einem Haus voller WGs) mich mit 36 ziemlich zuhause fühle auf WG Partys war es wohl mal mehr als fällig.  Ich gebe zu ich war ein wenig aufgeregt. Wie feiert man mit 50? Ich habe da noch ganz weit in meiner Erinnnerung die Feste meiner Großeltern auf denen es keine Musik und dafür umsomehr Häppchen gab. Auch schön aber irgendwie doch ein ganz wenig staubig.
Doch echt- ganz im Ernst noch nie im Leben hat mich die Erkenntnis, das es wunderschön ist, 50 zu werden so getroffen wie am Samstag. Es wurde getanzt und Gelacht, gegessen und gesungen. 
Die Lust am Leben war so sehr zu sehen. Selten habe ich eine schönere, strahlende, kraftvolle Frau gesehen. 
Niemals hätte man gedacht das wir nicht gerade einen 40 feiern. 
 Liebe Claudia du bist eine der wenigen Frauen die ich kenne die IMMER wunderschön ist. Damit meine ich nicht nur das äußerliche Wunderschön (was in deinem Fall aber auch zu 100% zutrifft) sondern das was du ausstrahlst. Du bist das pure Leben, und du bist so sehr geliebt. 
Stilsicher, immer passend gekleidet, bezaubernd, bodenständig und frei zu gleich. Ein Vorbild. Wenn ich 50 werde würde ich auch gern ... ;)
 
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen das deine Reise noch lange weitergeht. Die ersten fünfzig Jahre sahen sehr vielversprechend aus und machen Lust auf mehr. 

Wir sehen uns nächste Woche in Italien und ich freue mich schon heute darauf dein O Sole Miod Duett zu hören.

Alles Liebe Martina