Montag, 25. Januar 2016

Vom verlieben und feiern und heiraten und dem ganzen großen Herzgedings









Im Moment ist es wieder  so weit, Hochzeitsplanungszeit. Jedes Jahr finde ich es wunderschön wenn das Jahr beginnt mit Brautpaaren die sich die ewige Liebe schwören. Laut und deutlich Ja sagen. Ich bin gerührt, mit jedem einzelnen Paar das den Weg in meinen Laden findet. 
Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben das ich empfinde, wenn sie Eheringe aussuchen die sie bis ans Ende ihrer Tage tragen. Da ist etwas Großes und Tiefes.
Eine Empfindung so als könnte ich die Welt umarmen. 

Eheringe herzustellen ist so ein Mächtiges Gefühl. Alle Würde der Goldschmiede und alle Hingabe und Liebe schmiede ich ein, in die perfekte Verbindung. 
Jedesmal wenn ich einen Ehering herstellen darf oder ein Paar bei der Herstellung begleiten darf, wird mir bewusst ,das was wir schaffen für immer ist. Kein anderes Handwerk kann das mit der gleichen Gewissheit sagen.
 Denkt nur an die Klettengräber und die erstaunlichen Goldfunde die nach fast viertausend Jahren unversehrt geblieben sind. VIERTAUSEND Jahre Liebe eingeschmiedet. 
Der Ring ist das ultimative Zeichen der Ehe auch wenn das Fest schon gefeiert und das Kleid schon weitervererbt ist. Der Ring bleibt. Liebe sichtbar für die Ewigkeit sozusagen.

Ich bin ein Romantiker. Ich sammle die Geschichten der Paare, denen ich Ringe schmiede und schreiben die auf. 
Das ist sozusagen meine Hommage an das Vertrauen und das Glück das die Paare mir entgegenbringen. Es ist ein Geschenk. 
Während die Arbeit des Ringe schmieden meist ganz leise und klein vor sich geht habe ich am Wochenende in eine Welt blicken dürfen die mich staunend macht. Eine Ausstellung für alle Hochzeiten und Menschen und Feste.  www.fest-versprochen.de
und  ja es war ein Fest,eine Meisterleistung für den Hort des Glücks. Ich habe atemberaubende Menschen getroffen deren  Erfüllung es ist, Paare an ihrer Hochzeit glücklich zu machen. Dienstleister ist da viel zu wenig.
 Alle diese Menschen machen echte Herzensdinge.
Sabine John  (Traubar) findet wunderschöne Worte und als freie Rednerin gibt sie  Paaren die sich trauen ein wunderschönes Geschenk. Die schönsten  und persönlichsten Worte die man zu diesem Moment finden kann. Link hier
Die Hochzeitsfloristen haben mich umgehauen mit ihren Arrangements. Ich liebe Blumen und ich liebe eine feine Handschrift. Liebe Hochzeitsfloristen.
 Alles ganze richtig gemacht. Ich finde euch wunderbar.
Eine besondere Lokation war auch am Start und immer wenn ich da bin will ich sofort einziehen oder zumindest eine ziemlich große Sause machen. Das liegt nicht nur an der tollen Ausstattung sondern an den Menschen dahinter. Liebe Alte Krone ihr macht es mir wirklich leicht, das schwäbische Essen zu lieben und das will schon was heißen.
Es gab soviele mehr die diese Leidenschaft ans heiraten teilen und ich danke euch das ihr  mir so offen und nett  diese Welt gezeigt habt. 
Heiraten ist nicht nur im Kleinen etwas wunderschönes

Nun starte ich glücklich in die Woche und bedanke mich. 
Ich freue mich auf neue Aufgaben und auch auf ein paar Eheringe die auf meinem Werktisch liegen.

 Alles Liebe Martina 

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick und Ausblick und Fernsicht

Mein Jahr war voll. So unglaublich voll das ich wirklich eine Weile überlegen müesste was eigentlich alles passiert ist, so ganz in meiner kleinen Welt. 
Ich war mit der Hofgoldschmiede auf den Blickfangmessen in München und Stuttgart. Auf der Gustav in Dornbirn.  Für einen Goldschmiedekurs in Offenburg und als Gastarbeiter auf Langeoog.Es gab eine Adventsausstellung in der Hofgoldschmiede... 

Ich war so viel unterwegs das ich die Zeit in meinem Heimathafen manchmal vermisst  habe.
Ich habe unglaublich viel Geld für frische Blumen ausgegeben die ich in den Laden gestellt habe. Ich habe 55 Trauringpaare hergestellt und ca 350 Auftragstüten fertig gemacht. Jeder Ring und jeder Auftrag voller Glück und egal ob mit kleinen oder großen Geschichten, jede war ein Abenteuer.
Meine Reise nach Langeoog war eine so unfassbar glückliche Zeit. Dafür bin ich wirklich dankbar.
Nun ist das Ende des Jahres gekommen und zwischen all diesen Fakten die das Jahr zusammenhalten steckt große Dankbarkeit für meine Arbeit, für meine Familie, die all das mit mir trägt. 

Aber es steckt auch eine Müdigkeit darin wie es viele von Euch kennen zum Ende des Jahres.
Für das neue Jahr möchte ich mehr auf mich und meine Kraft hören. Ich möchte meine neue Kollektion vorbereiten und verwirklichen. Ich möchte mich nicht auf das Wachstum des Kontos  (als Goldschmied ja eh relativ;)) sondern des Herzens konzentrieren. Ich möchte dieses Wachstum nachhaltig werden lassen.
Daher habe ich mich nicht für die Blickfangmessen im Frühjahr beworben. Ich starte mit dem warmen Gefühl das meine Werkstatt ein warmer wohliger gastlicher und freundlicher Ort ist und die kleinen Dinge die Großen sein sollen.
Es wird im Frühjahr einen Hofgoldschmiedeflohmarkt geben und im Sommer arbeite ich wieder an der Nordsee. 

Ich möchte mir Zeit nehmen für meine Kinder meinen Mann und meine Freunde. Sie sind das Zentrum meiner Welt und der Ursprung meines Seins. 

Ich möchte gern ein Gutmensch sein, ganz bewußt und so oft es geht. ...  Und ich möchte besser Müll trennen.
Ach 2016 ich freue mich auf Dich.
Alles Liebe Martina

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Zeitdieb stehengeblieben

Irgendwie scheint es mir als ob mir jemand Zeit geklaut hat. Geht euch das auch so?  Die Tage sind minikurz und irgendwie ist am Ende des Tages noch nicht die Ende der Arbeit. mhhh Ich frage mich wieso das so ist? Alle klagen den Zeitdieb an und allen geht es gleich. Aber wer macht sich da mit meiner Zeit den Lenz? Liegt derjenige dann mit meiner geklauten Zeit irgendwo rum und lässt sich das Leben auf die Nase scheinen?
Und obwohl ja eigentlich er, der Zeitdieb der Gejagte sein sollte fühlen wir uns von ihm getrieben und gejagt. Was für ein Quatsch ?
Es nervt mich dieses Gefühl immer zu wenig von dieser wichtigen Sache zu haben, immer gerade an anderer Stelle wichtiger zu sein etwas anderes stattdessen zu tun.
Deshalb habe ich beschlossen den Zeitdieb in den Hintern zu treten.  Ich möchte mich nicht mehr teilen müssen. Schon garnicht jetzt in der Weihnachstzeit.
Versteht mich nicht falsch ich weiß das es Zeiten gibt, an denen gibt es mehr und es gibt Zeiten an denen gibt es viel zu tun. Ich will nicht das ich mich langweile. Ich arbeite wirklich gern und und lebe gern und beides wirklich in vollen Zügen
Doch auch mein Körper, meine Gesundheit, meine Seele und meine Liebe zu all den Dingen fordern auch Zeit.  Aus diesem Grund habe ich für mich beschlossen, der Zeitdieb kann mich mal. Sollte würde könnte kann mich mal. Ich mache jetzt mal alle Dinge in meiner Zeit.
Essen - in meiner Zeit, an der Ampel losfahren - in meiner Geschwindigkeit, arbeiten- eins nach dem anderen gerne viel aber niemals alles zugleich, Kinder und Mann lieben- quasi immer.
Bloggen wenn ich Lust habe unabhängig von der Tageszeit.
Und ich schreibe euch von der wunderschönen Adventsausstellung zu der ich mir so viel Zeit genommen habe und all den lieben Menschen die mich besucht haben . Es war mir eine Freude den Laden in ein Weihnachtsabenteuer zu verwandeln. Es war ein Genuß diese Zeit der Nähe und der Herzlichkeit.

Morgen fahre ich nach Friedrichshafen an den Bodensee. Wir sind eingeladen in das Atelier Frischmut. Ein wunderschöner Laden. Voll mit Poesie in Kleidung. Es ist eine riesige Freude für mich den Nachmittag dort zu verbringen. Ich werde diese Zeit genießen.

Am Samstag und Sonntag bin ich dann wieder im Laden in Ludwigsburg und werde den letzten Goldschmiedekurs des Jahres geben.
Alles hat seine Zeit nur die Liebe zu diesen  kleinen Geschenken des Lebens die ist für mich zeitlos . Ich mag es und genieße es genauso wie es ist.

Alles Liebe Martina

Nachtrag: Es war ein unfassbar anstrengendes Wochenende aber einer der intensivsten und berührendsten Kurse die ich je hatte.  Und obwohl die Reise nach Friedrichshafen fast über meine Kräfte ging habe ich jede Sekunde genoßen - weil ich das wollte, weil ich mir Zeit dafür nehmen wollte.





Dienstag, 27. Oktober 2015

Danke Gustav und hallo Heimathafen



 Es war ein großartiges Wochenende. Großartige Menschen mit soviel von allem. Liebe, Kraft, Poesie, Glück... alles einfach. Ich bin immernoch ganz hin und weg von dem Liab der Menschen. Ein Danke an alle Kunden und Begeisterte, an alle Helfer, Caterer, an alle Messebauer und Organisatoren an das ganze Personal die einem das Gefühl gaben an einer ganz besonderen Messen teilzunehmen.
Ein herzliches DANKE.
Ein Danke an Christine Frischmut und ihr Team die mich mit ihrer Lebenslust und Liebe zu ihrer Arbeit jedes Mal schwärmen lässt. Schön das es Dich gibt. Wenn ihr zufällig mal nach Friedrichshafen kommt... das ist ein Geheimtipp... hier.

Die letzten zwei Tage habe ich (wie zu erwarten) den Laden aufgeräumt und Mails gelesen und Post sortiert. Bürokram in Höchstform.
Nach diesen vollen, mit Leben angefüllten Tagen streife ich durch den Laden und genieße die Stille. die Sanftmut der Dinge und die Wärme. Mein Werktisch lädt mich ein.

Doch die Stille bleibt nicht lange Gast. Schon zum ersten Advent wird sich der Laden wieder in meinen persönlichen Weihnachtstraum verwandeln.
Bis dahin  passt auf euch auf und macht es gut.

Alles Liebe Martina 















Montag, 19. Oktober 2015

Gustav, Dornbirn, Vorarlberg... ahh genau da wo es so schön ist..


Am Wochenende sind wir in Dornbirn als Aussteller der Gustav vertreten. Von dieser wunderschönen Messe hab ich zwar schon einmal berichtet aber ich tue es immer wieder gern. Selten habe  ich eine Messe mit soviel Hingabe gesehen wie die Gustav. Die Messehallen verlieren durch die Aufteilung in Wohnzimmer, Speisezimmer, Ankleide etc. ganz schnell ihren Messehallenstil. Es ist so eine wunderbare Atmosphäre. Alle Austeller sind besonders und es gibt soviel zu sehen und zu probieren. Der Knaller sind die Chef's Table. Essen von Spitzenköchen gekocht. Direkt auf der Messe wird man vom Besucher  zum Genießer.
Erstmalig in diesem Jahr gibt es auch das Gustav Atelier. Auch die Hofgoldschmiede schmiedet direkt vor Ort und es ist mir eine Freude zu zeigen das Handarbeit immer durchs Herz geht. 
Es ist klar das wir unser bestes geben an solchen Veranstaltungen. Unsere kleine Hofgoldschmiedewelt wird dann ganz groß.  Wir sind dann Goldschmiede, Messebauer, Planer, Fahrer, Maler, Dekorateure, Hostess,... . 
Jedesmal ein Kraftakt. Doch die Vorfreude wenn man spürt das auch der Veranstalter sich freut, die lieben Mails die mich im Vorfeld erreichen von Menschen die sich auf uns freuen. Das spornt einen an. Wir sind stolz, froh und dankbar das wir das machen können. 

Und während der Herbst sich hier wiedermal von der schönsten Seite zeigt, packen wir fleißig Kisten und es staunt mich jedesmal wieviel Zeug man so braucht für drei Tage Ausstellung. Ich genieße die Sonne und die Arbeit gleichermaßen. Alles ist wunderbar. 

Bis bald in Dornbirn
Alles Liebe Martina








Montag, 28. September 2015

einfach mal die Blickrichtung wechseln...

Schon ganz schön lange wollte ich mal wieder schreiben, bin aber durch das Leben in Echtzeit ganz schön beschäftigt.
Es kommt mir außerdem wirklich merkwürdig vor von lustigen Dingen oder Begebenheiten zu schreiben, die sich im Gegensatz dazu, was gerade auf der Welt so passiert, ganz nach Kinderfasching anhören.

Andererseits kann  ich nichts dafür, das das Leben mich so beschenkt hat, das ich in einem der reichsten Länder der Erde lebe.
Ich sitze wie die meisten von uns  abends vor dem Fernsehr und sehe Nachrichten und Bilder über Kinder und Familien, über Männer und Frauen die alles zurückgelassen haben um zu Leben.  Diese Bilder, sie verfehlen ihre Wirkung nicht.
Und wie immer im Leben ist es der Blickwinkel. Vergleichen wir Menschen doch allzu gern.
Sehen wir sonst ehr die Dinge in denen wir das Nach treffen haben. Hat der eigene Körper keine Modellmaße, kostet die Milch bei Aldi weniger und ist bei Alnatura mehr Bio.
Wir deutsche finden uns ja eigentlich ganz schön oft zu schlecht behandelt, zu schlecht bedient im Restaurant, zu abgezockt von Waschmaschienenreparateuren. Wir müssen länger Arbeiten als der Nachbarn und bekommen auch noch weniger Geld... bla bla bla...
Es ist halt bequemer etwas doof zu finden, auf sein Recht zu pochen.
Und nun kommen da tausende Menschen die auf das einzige Recht pochen das sie noch haben.
Das recht zu Leben.
Und auch das finden wir irgendwie komisch, Fürchten uns, wissen nicht so recht.
Es könnte daran liegen, dass wir es nicht gewohnt sind, so deutlich vor Augen geführt zu bekommen das wir nicht diejenigen sind denen es schlecht geht. Nein wir sind sogar so ziemlich am weitesten Weg von "schlecht gehen" wie es nur geht.
Und genau deshalb möchte ich mich freuen auf jeden einzelnen dieser Menschen, Auf jeden den die Hoffnung geführt und die Angst getrieben hat.
Ich möchte das laut sagen können ohne wahnwitziges Schwarzgemale  zu hören von ängstlichen, meckernden "ja aber" Sagern. Ich möchte das es Menschen besser geht. Etwas von dem abzugeben was wir hier haben stelle ich mir nicht so schwer vor.

Mein mikroskopisch kleines Leben dreht sich unterdessen unbeirrt weiter. Meine Kinder dürfen zur Schule und ich darf mit dem Rad zur Arbeit. Ich habe zu essen und hin und wieder kaufe ich etwas neues zum Anziehen weil ich es schön finde nicht weil ich es brauche. Doch es wird mir dieser Tage einfach noch mehr bewusst wie dankbar wir uns dafür schätzen können.


Ja auch ich vergleiche mich. Aber ich fühle mich niemals arm oder zu unrecht behandelt. Würde ich das anders sehen würde ich kein einziges Schmuckstück entstehen lassen können. Jedes einzelne ist voll mit  meiner positiven Sicht auf die Welt.
Diese Sicht trage ich am Ende des Monats nach Dornbirn auf die Gustav. Ich freue mich auf viele Menschen. Auch das ist übrigens ein Geschenk. Einfach in ein Land reisen nur weil ich einen deutschen Pass habe. Einfach so...

Alles Liebe Martina






Montag, 24. August 2015

mien Ludwigsburg,mien leef, mien hatt


Mein Sommer auf Langeoog geht so langsam zu Ende. Zumindest körperlich kehre ich heim. Es war ein guter Sommer. Ein Sommer in dem ich mit salzfeuchten Haaren barfuß und freihändig über eine Insel geradelt bin die mein Herz nicht erobern konnte. Der ich es von selbst an den Spülsaum legte.

Die Bilder von Sonne und Meer und Orkan und sandgestrahlten Waden und den Duft der Heckenrosen und des Sanddorns nehme ich mit. Für alle Zeit in meinem Herzen. Das ist so groß und froh und reich das es schon fast unverschämt ist, bei all dem Chaos was auf unserer Welt gerade herrscht.

Obwohl ich die Zeit wirklich sehr genossen habe und auch wirklich gern an diesem Meer leben würde, so freue ich mich auch auf mein Zuhause. Meine Werkstatt, auf die vielen Freunde die mich lieben.  Die Freunde die mich in ihre schwäbischen Arme schließen und bei denen ich mich so wohl fühle, als ob meine Zehen sich im Strand vergraben.

Wenn man so viel Glück erfahren darf, das es einem vorkommt als würde die ganze Zeit etwas aus einem raussprudeln, weil man schon fast zu voll ist damit ( wie ein ganz volles Glas köstlichstes Wasser in das man dann noch sein Lieblingsbrausepulvergeschmack reinkippt) bleibt es nicht aus das neue Dinge entstehen. Normalerweise würde ich die Wohnung renovieren, doch ich habe so viele neuen Schmuckideen im Gepäck das ich es kaum erwarten kann an den Werktisch zu kommen. Eine Liebe zum Meer in Metall. Geschichten über Glück und Seegang, über baden im Mondschein und Ebbe und Flut.
Alle diese Geschichten werde ich nun erzählen in meiner kleinen eigenen Werkstatt.
Ich hoffe ihr kommt vorbei und seht euch an was ich zu erzählen habe.
Das sich meine Heimathafen nun in Ludwisgburg befindet und nicht auf Langeoog ist wohl Schicksal. und  das meint es wirklich sehr sehr gut mit mir.

Alles Liebe Martina