Montag, 20. Juni 2016

Langeoog (m)eine geographische große Liebe




Im Juli und August arbeite ich wie auch schon im letzten Jahr auf Langeoog ohne Kinder ohne Mann. Acht Wochen!!!
Ja ich werde sie vermissen wie verrückt, ja ich habe mir das gut überlegt. Ja die Liebe zur Nordsee und den Menschen im Norden lässt mich trotzdem diese Reise machen.
Die Arbeit als Berufung im Gepäck und dieses unbändig schlagende Herz in meiner Brust sehen dieses temporäre Jobangebot als Geschenk.

Ich bin ab Juli in der Goldschmiede "Schmucklust " auf Langeoog zu finden. Meine bisherigen Lebensentscheidungen sind so sehr mit dieser Werkstatt und ihrer Besitzerin verknüpft das es mir immer wie eine logische Konsequenz vorkommt zurückzukehren.
Ohne Susanne und Peer (die Besitzer der Schmucklust) wäre ich weder mit dem Mann meines Lebens verheiratet noch würde ich hier in Ludwigsburg eine eigene Goldschmiede haben. Ich kenne kaum Menschen die großmütiger, liebevoller und menschlicher sind als diese beiden. Ich liebe diese  Menschen aus ganzem Herzen.

Meine Kreativität wird am Meer beflügelt und ich freue mich schon darauf neues zu schaffen, Geschichten in Schmuck.

Meine kleine Hofgoldschmiede schläft im Sommer immer ein wenig den Sommerschlaf, bleibt aber diesmal trotzdem geöffnet. Daher ist der Saisonjob natürlich sehr sehr willkommen.
Vielleicht möchte der ein oder andere doch vorbei kommen, Isa und Anja sind auf jedenfall da, freuen sich über und auf euch und auch ich werde einen Tag in jeder Woche für die Hofgoldschmiede Schmuck herstellen.Auch hier sein ihr natürlich so herzlich willkommen wie immer.

Ich freue mich auf den Sommer und ich bin gespannt auf das was ich über mich lerne. Über die Arbeit über das ohne Familie sein, über das vermissen und über die Kraft der Freude.
Ich werde es euch berichten.

Bis dahin passt auf euch auf. Alles Liebe Martina









Montag, 30. Mai 2016

Herz und Hirn geurlaubt...




Einmal Südfrankreich und zurück.
Es war fantastisch.
Es war ein Abenteuer. Wir haben so gut gegessen, so gut gelebt, so gute Zeit verbracht. 
Das Wort Urlaub kommt ja von erlauben aber in unserem Fall hätte es auch gern auf Urwald zurückgehen können. Wir haben uns fallen lassen in den Sommer. 

Ich war wirklich angespannt vor diesem Urlaub. Zuviel von allem nur zu wenig Zeit. Den Druck hab ich mir wunderbar selber gemacht. An der ein oder anderen Stelle hab ich auf diesem Blog ja schon davon geschrieben.
Das Abschalten ging dann doch ziemlich schnell. Der laue Fahrtwind, jede Straße ins Glück.
Wir sind gestandet nicht am Strand sondern in den Cevennen. 
Ich habe Kirschen beim rot werden beobachtet und am letzten Tag aus diesen Marmelade gekocht. 
Ich lag völlig ohne Termine in der Hängematte oder hab mich den Fluss runter treiben lassen.  Ich habe jeden Tag von morgens bis abends meine Familie genossen. Jede Sekunde.
Ich brauche so wenig zum glücklich sein. Selbst der obligatorische Urlaubsregentag oder die Autotür einfach mal nicht zu ging (während der Fahrt!) waren  Erlebnisse die mit einer Ruhe daher kamen das es noch ganz lang und sanft in meinen Adern nachdauert.

In der Goldschmiede ist es wunderschön und ich kann das jetzt auch wieder sehen und so freue ich mich morgen wieder da zu sein. 
Morgen freue ich mich auf meine Hofgoldschmiedinnen Isa und Anja und auf ein Brautpaar.
Es wird neue Kurstermine geben. 

Schon in vier Wochen starte ich dann Richtung Norden. Ostfriesland,  Langeoog... ich schreiben euch dazu noch einen extra Post.

Bis dahin genießt das Leben.
Alles Liebe Martina



























Montag, 25. April 2016

Selbstständig zu sein, die Entscheidung meiner Selbst...

Nun sitze ich hier vor dem weißen Bildschirm. Schon oft in der letzten Zeit habe ich mir überlegt was wohl aus diesem meinem übervollen Leben gerade für einen Post taugen könnte.
Meine Tage sind so lang das ich manchmal nicht mehr unterscheiden kann ob es gestern oder heute war. Ich kann mich nur mitreißen lassen in der Strömung... wie leicht man da untergeht .
Mal wieder ziemlich knapp. 
Viele Projekte, ein Leben. Wie geht das zusammen?

Meine Kinder werden größer. Erstaunlich zu sehen wie aus einem kleinen Jungen ein Mann wird mit Bart und in einer Ruhe und Sanftmut, mit Anmut und Stärke und allem was mich innehalten lässt um ihn anzusehen, um das Glück zu sehen.
Meine kleine süße wunderschöne Tochter nimmt mich in ihre Arme und ich schmelze. So einfach ist das Leben, verlieben, tanzen, lachen, singen, und an all dem darf ich teilhaben. Ein riesengroßes Geschenk, jeden Tag.
 Es ist ein Glück mit Kindern zu leben. Jeden Tag aufs neue zeigen sie dir die Welt, oder erklären dir das Internet oder sonstwas wovon du keine Ahnung hast. Stellen dein Handy so ein das man damit den Drucker ansteuern kann,  und lachen sich schlapp wenn du schon wieder was auf französisch nicht weist.
Noch vor gar nicht allzu langer Zeit hab ich mich schlapp gelacht, über ihre ersten Schritte. 
Ganz schön schnell so ein Leben.

Ich habe im Laden so viele Projekte gleichzeitig das ich es fast nicht schaffte alle Bälle in der Luft zu halten. Will ich doch jedes mit Herzblut machen und jedes mit Hingabe. 

Aber Gott sei dank ich bin selbstständig, sagen die Leute. Ich kann meine Zeit frei einteilen sagen sie, mir Raum nehmen und es ist immer besser viel zu tun zu haben weil das auch gleich mehr Erfolg, Geld, Anerkennung bedeutet.

Gute Ratschläge bekommt man meist wenn man sie nicht hören will.


Auch wenn sich das vermessen anhört oder undankbar. Es fühlt sich schal an, dieses Hetzen, dieses vermeindliche freie Zeit einteilen (mit Ladenöffnungszeiten sowieso ehr schwierig), dieses Raum nehmen.
Man kann ganz schön schnell aus dem Auge verlieren um was es einem geht im Leben. Nämlich um das Glück seine Kinder in den Arm zu nehmen , Kuchen zu essen und das Universum kennen zulernen.

Ich habe mich nach langem Hin und her dafür entschieden jemanden einzustellen den so einfach das ist selbstständig zu sein so schwer ist es auch und so habe ich selbstständig entschieden das ich Hilfe brauche. Ich habe eine Goldschmiedin eingestellt.

Ich starte heute voller Hoffnung in die neue Woche. Hoffnung das es besser wird dies selbstständige völlig müde Etwas das ich in den letzen Wochen war.
Alles wird gut - nein alles ist gut auch heute wieder.

Während meine Kinder zeichnen und ihr Zimmer aufräumen liege ich nun in der Hängematte im Zimmer meiner Tochter und fädle ein Armband für eine neuen Schmuckkollektion.  Die Katze schnurrt auf meinem Bauch und wir reden über das Meer und über viel Arbeit, über die Liebe und Kuchen und das Universum.

Ohne dieses ganze hin und her und zweifeln und zerrissen sein würde ich dieses Glück das mich umspült wie warmer Wind  vielleicht nur als einen Hauch wahrnehmen.

Das ist es wahrscheinlich das Wahre Geheimnis beide Seiten zu genießen den Sturm und den warmen Wind.

Alles Liebe Martina


Donnerstag, 25. Februar 2016

Hallo ihr Lieben, ihr seid geliebt

Manches Glück kann man erst fassen wenn man es aus der Ferne betrachtet.

Bei all den schrecklichen Schrecklichkeiten die auf unserer Welt vor sich gehen habe ich jeden Tag mehr die Gewissheit das ich so ein Riesenschweineglück gehabt habe in meinem Leben. Dankbar ist da ein viel zu kleines Wort.

Das Glück hat mich zugedeckt wie eine fette süße Glasur über dem Kuchen.
Um mich sind so wundervolle Menschen die mich lieben die mir die Hand und das Herz halten.

Ich danke euch so sehr für eure Freundschaft und eure Zuneigung. Ich bin oft genug ein sausschlechter Freund. Ich bin oft genug viel zu viel in meiner kleinen Arbeitswelt verstrickt und vergesse Geburtstage und Hochzeitstage und Prüfungen und so. Und trotzdem liebt ihr mich und schließt mich alle in eure Arme ohne Vorbehalt ohne Regeln ohne Grenzen. Mein Herz läuft über vor Glück wenn ich an euch alle denke. Und das egal ob ihr um die Ecke wohnt, Tür an Tür oder am anderen Ende der Welt. Ihr seid mir so nah.

Aber als ob das nicht alles wäre hab ich dann auch noch eine Familie an meiner Seite die mich so reich  und unbeschwert macht. Mein Eltern die mir die schönste Kindheit geschenkt haben die man sich vorstellen kann. Eltern zu denen ich voller Liebe aufschaue und die ich auch mit 38 immer noch so gerne Mama und Papa nenne. Ich danke Euch.

Meine Schwestern deren Liebe so unerschütterlich und felsenfest steht und ich weiß euch zu lieben ist ein Naturgesetz. Ich weiß das ich euch anrufen könnte, wenn mitten in der Nacht die Schokolade ausgehen würde und ihr diesen Schmerz mit mir teilen würdet und euch nicht mal wundern.

Und dann meine  Kinder. Kaum ein größeres Glück als das Glück eure Mutter zu sein. Ihr nehmt alle meine Verschrobenheiten einfach so hin. Es ist euch egal wenn ich eine Schlafanzugshose zur Jogginghose deklariere und eure Socken wiedermal nicht passend aus der Waschmaschine kommen. Ich seid immer da wenn es sich ganz ganz gut anfühlt in meinem Leben und ihr zeigt mir mit einem Augenzwinkern wie wundervoll Teenager sein können. Mit euch ist die Pubertät eine Reise ins Glück und ich bin so froh das ich es bin der in eurer Nahe sein darf. Euch als das Geschenk wahr zunehmen das ihr seid.

Und der,der mein Leben zusammenhält es in seinem Herzen hält und ich meins ohne mit der Wimper zu zucken für sein Glück geben würde.
Mein lieber Mann. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt weil ich deine Frau sein darf. Du erträgst mich du bekommst schonungslos alles ab du trägst mich und du zeigst mir die Farben der Welt und das es gut ist. Du bist mein Zuckerguss, meine warme Decke und mein Weg nach Takka Tukka Land. Ich kann es nicht fassen das du gerade mich liebst aber es fühlt sich so gut an das genau dieser Umstand mein Leben so reich macht und es abrundet.

Und weil ich mir bewusst bin das es vielen anderen nicht so gut geht. das sie sich Sorgen machen müssen um ihre Lieben und das es sich schrecklich anfühlt diese Sorge. Deswegen versuche ich mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Auch wenn ich furchtbar schlecht im Geburtstage merken bin so bin ich ein Freund ein Liebender ein mitfühlender Mensch und ich versuche dieses Glück nach außen Sichtbar wie eine Rüstung zu tragen.
Gegen all die Katastrophen die durch Neid, Wut und Angst entstehen. Eine Rüstung gegen Zorn und Bosheit gegen diesen ganzen Mist.
Es fühlt sich gut an.Viellicht hin und wieder etwas naiv. Doch dessen bin ich mir bewusst und naiv und gut ist mit tausendmal lieber wie ängstlich und Nazi.

Alles Liebe Martina









Montag, 25. Januar 2016

Vom verlieben und feiern und heiraten und dem ganzen großen Herzgedings









Im Moment ist es wieder  so weit, Hochzeitsplanungszeit. Jedes Jahr finde ich es wunderschön wenn das Jahr beginnt mit Brautpaaren die sich die ewige Liebe schwören. Laut und deutlich Ja sagen. Ich bin gerührt, mit jedem einzelnen Paar das den Weg in meinen Laden findet. 
Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben das ich empfinde, wenn sie Eheringe aussuchen die sie bis ans Ende ihrer Tage tragen. Da ist etwas Großes und Tiefes.
Eine Empfindung so als könnte ich die Welt umarmen. 

Eheringe herzustellen ist so ein Mächtiges Gefühl. Alle Würde der Goldschmiede und alle Hingabe und Liebe schmiede ich ein, in die perfekte Verbindung. 
Jedesmal wenn ich einen Ehering herstellen darf oder ein Paar bei der Herstellung begleiten darf, wird mir bewusst ,das was wir schaffen für immer ist. Kein anderes Handwerk kann das mit der gleichen Gewissheit sagen.
 Denkt nur an die Klettengräber und die erstaunlichen Goldfunde die nach fast viertausend Jahren unversehrt geblieben sind. VIERTAUSEND Jahre Liebe eingeschmiedet. 
Der Ring ist das ultimative Zeichen der Ehe auch wenn das Fest schon gefeiert und das Kleid schon weitervererbt ist. Der Ring bleibt. Liebe sichtbar für die Ewigkeit sozusagen.

Ich bin ein Romantiker. Ich sammle die Geschichten der Paare, denen ich Ringe schmiede und schreiben die auf. 
Das ist sozusagen meine Hommage an das Vertrauen und das Glück das die Paare mir entgegenbringen. Es ist ein Geschenk. 
Während die Arbeit des Ringe schmieden meist ganz leise und klein vor sich geht habe ich am Wochenende in eine Welt blicken dürfen die mich staunend macht. Eine Ausstellung für alle Hochzeiten und Menschen und Feste.  www.fest-versprochen.de
und  ja es war ein Fest,eine Meisterleistung für den Hort des Glücks. Ich habe atemberaubende Menschen getroffen deren  Erfüllung es ist, Paare an ihrer Hochzeit glücklich zu machen. Dienstleister ist da viel zu wenig.
 Alle diese Menschen machen echte Herzensdinge.
Sabine John  (Traubar) findet wunderschöne Worte und als freie Rednerin gibt sie  Paaren die sich trauen ein wunderschönes Geschenk. Die schönsten  und persönlichsten Worte die man zu diesem Moment finden kann. Link hier
Die Hochzeitsfloristen haben mich umgehauen mit ihren Arrangements. Ich liebe Blumen und ich liebe eine feine Handschrift. Liebe Hochzeitsfloristen.
 Alles ganze richtig gemacht. Ich finde euch wunderbar.
Eine besondere Lokation war auch am Start und immer wenn ich da bin will ich sofort einziehen oder zumindest eine ziemlich große Sause machen. Das liegt nicht nur an der tollen Ausstattung sondern an den Menschen dahinter. Liebe Alte Krone ihr macht es mir wirklich leicht, das schwäbische Essen zu lieben und das will schon was heißen.
Es gab soviele mehr die diese Leidenschaft ans heiraten teilen und ich danke euch das ihr  mir so offen und nett  diese Welt gezeigt habt. 
Heiraten ist nicht nur im Kleinen etwas wunderschönes

Nun starte ich glücklich in die Woche und bedanke mich. 
Ich freue mich auf neue Aufgaben und auch auf ein paar Eheringe die auf meinem Werktisch liegen.

 Alles Liebe Martina 

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick und Ausblick und Fernsicht

Mein Jahr war voll. So unglaublich voll das ich wirklich eine Weile überlegen müesste was eigentlich alles passiert ist, so ganz in meiner kleinen Welt. 
Ich war mit der Hofgoldschmiede auf den Blickfangmessen in München und Stuttgart. Auf der Gustav in Dornbirn.  Für einen Goldschmiedekurs in Offenburg und als Gastarbeiter auf Langeoog.Es gab eine Adventsausstellung in der Hofgoldschmiede... 

Ich war so viel unterwegs das ich die Zeit in meinem Heimathafen manchmal vermisst  habe.
Ich habe unglaublich viel Geld für frische Blumen ausgegeben die ich in den Laden gestellt habe. Ich habe 55 Trauringpaare hergestellt und ca 350 Auftragstüten fertig gemacht. Jeder Ring und jeder Auftrag voller Glück und egal ob mit kleinen oder großen Geschichten, jede war ein Abenteuer.
Meine Reise nach Langeoog war eine so unfassbar glückliche Zeit. Dafür bin ich wirklich dankbar.
Nun ist das Ende des Jahres gekommen und zwischen all diesen Fakten die das Jahr zusammenhalten steckt große Dankbarkeit für meine Arbeit, für meine Familie, die all das mit mir trägt. 

Aber es steckt auch eine Müdigkeit darin wie es viele von Euch kennen zum Ende des Jahres.
Für das neue Jahr möchte ich mehr auf mich und meine Kraft hören. Ich möchte meine neue Kollektion vorbereiten und verwirklichen. Ich möchte mich nicht auf das Wachstum des Kontos  (als Goldschmied ja eh relativ;)) sondern des Herzens konzentrieren. Ich möchte dieses Wachstum nachhaltig werden lassen.
Daher habe ich mich nicht für die Blickfangmessen im Frühjahr beworben. Ich starte mit dem warmen Gefühl das meine Werkstatt ein warmer wohliger gastlicher und freundlicher Ort ist und die kleinen Dinge die Großen sein sollen.
Es wird im Frühjahr einen Hofgoldschmiedeflohmarkt geben und im Sommer arbeite ich wieder an der Nordsee. 

Ich möchte mir Zeit nehmen für meine Kinder meinen Mann und meine Freunde. Sie sind das Zentrum meiner Welt und der Ursprung meines Seins. 

Ich möchte gern ein Gutmensch sein, ganz bewußt und so oft es geht. ...  Und ich möchte besser Müll trennen.
Ach 2016 ich freue mich auf Dich.
Alles Liebe Martina

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Zeitdieb stehengeblieben

Irgendwie scheint es mir als ob mir jemand Zeit geklaut hat. Geht euch das auch so?  Die Tage sind minikurz und irgendwie ist am Ende des Tages noch nicht die Ende der Arbeit. mhhh Ich frage mich wieso das so ist? Alle klagen den Zeitdieb an und allen geht es gleich. Aber wer macht sich da mit meiner Zeit den Lenz? Liegt derjenige dann mit meiner geklauten Zeit irgendwo rum und lässt sich das Leben auf die Nase scheinen?
Und obwohl ja eigentlich er, der Zeitdieb der Gejagte sein sollte fühlen wir uns von ihm getrieben und gejagt. Was für ein Quatsch ?
Es nervt mich dieses Gefühl immer zu wenig von dieser wichtigen Sache zu haben, immer gerade an anderer Stelle wichtiger zu sein etwas anderes stattdessen zu tun.
Deshalb habe ich beschlossen den Zeitdieb in den Hintern zu treten.  Ich möchte mich nicht mehr teilen müssen. Schon garnicht jetzt in der Weihnachstzeit.
Versteht mich nicht falsch ich weiß das es Zeiten gibt, an denen gibt es mehr und es gibt Zeiten an denen gibt es viel zu tun. Ich will nicht das ich mich langweile. Ich arbeite wirklich gern und und lebe gern und beides wirklich in vollen Zügen
Doch auch mein Körper, meine Gesundheit, meine Seele und meine Liebe zu all den Dingen fordern auch Zeit.  Aus diesem Grund habe ich für mich beschlossen, der Zeitdieb kann mich mal. Sollte würde könnte kann mich mal. Ich mache jetzt mal alle Dinge in meiner Zeit.
Essen - in meiner Zeit, an der Ampel losfahren - in meiner Geschwindigkeit, arbeiten- eins nach dem anderen gerne viel aber niemals alles zugleich, Kinder und Mann lieben- quasi immer.
Bloggen wenn ich Lust habe unabhängig von der Tageszeit.
Und ich schreibe euch von der wunderschönen Adventsausstellung zu der ich mir so viel Zeit genommen habe und all den lieben Menschen die mich besucht haben . Es war mir eine Freude den Laden in ein Weihnachtsabenteuer zu verwandeln. Es war ein Genuß diese Zeit der Nähe und der Herzlichkeit.

Morgen fahre ich nach Friedrichshafen an den Bodensee. Wir sind eingeladen in das Atelier Frischmut. Ein wunderschöner Laden. Voll mit Poesie in Kleidung. Es ist eine riesige Freude für mich den Nachmittag dort zu verbringen. Ich werde diese Zeit genießen.

Am Samstag und Sonntag bin ich dann wieder im Laden in Ludwigsburg und werde den letzten Goldschmiedekurs des Jahres geben.
Alles hat seine Zeit nur die Liebe zu diesen  kleinen Geschenken des Lebens die ist für mich zeitlos . Ich mag es und genieße es genauso wie es ist.

Alles Liebe Martina

Nachtrag: Es war ein unfassbar anstrengendes Wochenende aber einer der intensivsten und berührendsten Kurse die ich je hatte.  Und obwohl die Reise nach Friedrichshafen fast über meine Kräfte ging habe ich jede Sekunde genoßen - weil ich das wollte, weil ich mir Zeit dafür nehmen wollte.