Samstag, 23. Juli 2011

ZUVIEL ?!



Das Wetter ist hier seit Tagen nicht gerade ganz schön. Doch irgendwie auch nicht ganz schlecht. Trotzdem kommen jeden Tag Menschen hier in den Laden die sich beschweren, zu viel Regen zu viel Sonne. Da fragt man sich schon ein wenig ob wir hier nicht sowieso von allem zu viel haben. Zu viel Zeit uns Sorgen über Sorglosigkeit zu machen, zu viel Klamotten im Schrank um zu sehen das das neues Teil der aktuellen Kollektion nicht dabei ist, zu viel Auto um uns über Fahrräder zu ärgern (oder andersherum) oder zu viel um uns überhaupt zu ärgern. Am schlimmsten aber finde ich das zu viel, daß uns abstumpfen lässt, gegenüber denen die ganz und garnichts zu viel haben.
Ja ja auch mein Berufszweig lebt von dem "Zu viel" und eigentlich sollte ich mich da wohl nicht so anstellen. Jedoch bin ich kein Freund von eigentlich oder aber und doch zu viel. Ich schätze die Kunden sehr die meinem Schmuck mit der gleiche Hingabe und Liebe gegenüberstehen wie ich bei der Herstellung. Lieber ein Schmuckstück als fünfzig Modeschmückchen. Das wäre dann doch wieder zu viel.
Heute denke ich an die Menschen in Somalia während ich Resteessen koche. Denn auch Reste haben wir immer zu viel. In diesem Sinne euch eine schönes Wochenende.
Alles Liebe Martina

Kommentare:

  1. Du machst mir gerade ein ganz schlechtes Gewissen, den Reste vom Essen haben wir auch fast immer zu viel...!

    Jedes Mal nehme ich mir vor, mutig die Mengen zu verringern und endlich mal aus der Erfahrung zu lernen... und schaffe es dann doch wieder nicht!

    Menno!

    Papagena

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  2. Du hast völlig Recht, liebe Martina. Tatsächlich sind das auch gerade meine Gedanken. Aus diesem Grund wünsche ich mir gerade ein ganz einfaches Leben ohne zuviel von allem...
    Liebe Grüße
    Sandra

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  3. Oh ja, da denke ich genau wie du. Ich finde auch wenn man sich in der Welt umsieht, die Hitzewelle in Amerika, die Überschwemmung der Spree oder auch das schreckliche Unglück in Norwegen, da denke ich uns geht es doch gut. Wir sollten uns nicht immer beschweren und schon gar nicht über das Wetter, daran können wir ehnichts ändern.
    Ganz liebe Grüße Annerose

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  4. Wir sind des "zu viel" überdrüssig. Beschweren uns über dies und das. Fangen Händel an wegen Nichtigkeiten.
    Schau mal die Gesichter der Somalier an. Haben nichts zum leben, verhungern schier - und die Gesichter lachen dennoch, strahlen Würde aus. Würde im Elend.

    Demut - Demut vor dem Leben. Ist vielen in unseren Wohlstandsgesellschaften abhandengekommen.

    Hab mit Deinen Lieben noch einen schönen Sonntag, liebe Martina.

    Herzliche Grüße
    Ralf

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  5. Liebe Martina,
    Dein Post hat mich zum Nachdenken angeregt bzw. bestätigt, was mich schon eine ganze Weile beschäftigt! Ich habe vor ca. 2 Monaten eine Sendung auf WDR gesehen, da ging es um das gleiche Thema" zu viel". Vorallem aber darum, wie und wo man sparsamer mit Lebensmitteln umgehen kann. Und auch bezogen auf die Müll Produktion. Ich habe immer das Gefühl, dass ich kaum was an Lebensmittel wegwerfe (ich bin eine wirklich gute Reste-Köchin *malganzstolzaufdieschulterklopf*), wir aber trotzdem im Müll ersticken. Werde mich nun noch intensiver mit dem Gedanken auseinander setzten und schauen, wo noch eingespart werden kann. Danke für die Erinnerung!
    Liebe Grüße
    Verena

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  6. liebe martina,
    ja, das ist ein thema, das mich jetzt gerade..bei unserem umzug..wirklich beschäftigt !! ich komme aus armen verhältnissen und versuche meine kinder auch zur gewissen bescheidenheit zu erziehen, aber jetzt sehe ich doch, dass wir zu viel von allem haben und dass sie es gar nich verstehen können..niemand, der es nicht erlebt oder nicht gesehen hat !
    man muss es sich immer vor augen halten und so DANKE für deinen posteintrag !!
    viele liebe grüße
    barbora

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